Ehrungen vom Vital-Zentrum

Ehrung: Das Vital-Zentrum und Krankengymnastik- Praxis Reichl wurde von Ministerin Barbara Stamm ausgezeichnet (1990)

Das Erfolgsrezept heißt Motivation

Monika & Alexander Reichl, Cellagon Berater und Teamleiter

Monika & Alexander Reichl,
Cellagon Berater und Teamleiter

Im Vital-Zentrum und Praxis von Alexander Reichl ist familienfreundliches Arbeiten Trumpf/Job- Sharing

Neumarkt. Zum zweiten Mal führte das Bayrische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Gesundheit heuer eine bayernweite Ausschreibung eines Frauen- Förderpreises durch. “Gute Ideen führen zu Chancengleichheit im Betrieb” war das Motto.

Ingeborg Tursch von der Gleichstellungsstelle im Landratsamt versuchte, durch eine regionale Ausschreibung möglichst viele Firmen zur Teilnahme an diesem Wettbewerb zu bewegen – 32 waren es letztlich die der Aufforderung nachkamen. “Nicht nur kleine Familienbetriebe, sondern zum großen Teil auch riesige Unternehmen wie Siemens/Nixdorf oder Audi”, wie sie betonte.

Eine Urkunde mit einem persönlichen Schreiben von Staatsministerin Barbara Stamm bekam allerdings der Inhaber eines eher kleinen Betriebes: Alexander Reichl, seinerseits Inhaber einer Praxis für Krankengymnastik/Physiotherapie in Neumarkt.

Seit der Inbetriebnahme der Praxis vor nunmehr 20 Jahren legt man besonderen Wert auf familienfreundliches Arbeiten. Der Tatsache, dass im Fachbereich Krankengymnastik ausgesprochen viele Frauen tätig sind, trägt man in besonderer Weise Rechnung. Der Chef und seine Ehefrau legen Wert auf qualifiziertes Personal und schließen gern Kompromisse. Als zum Beispiel vor 14 Jahren eine Angestellte nach der Geburt von zwei Kindern wieder in den “Job” zurückwollte, orientierte sich Ihre Arbeitszeit zunächst an den Kindergartenöffnungszeiten und veränderte sich mit dem Größerwerden der Kinder bis zum heutigen Tag, wo der Nachwuchs bereits berufstätig ist, kontinuierlich.

Alexander Reichl und seine Gemahlin  bieten flexible Arbeitszeiten an: Stundenweise, halbtags oder ganztags in einer Zwei-, Drei- oder Vier- Tage- Woche, wobei die Zeiten selbst bestimmt werden können. Job- Sharing praktizieren die beiden Mitarbeiterinnen an der Rezeption der Praxis – sie planen eigenständig Ihre Arbeitszeiten. Angestellte die während des Erziehungsurlaubs arbeiten wollen können ihr Baby oder Kleinkind in die Praxis mitbringen. Es wird dort beaufsichtigt und betreut.

Mütter verlieren dadurch nicht den Kontakt zu ihrer früheren Arbeitsstelle und müssen wegen eines Kindes ihren Beruf nicht aufgeben. Durch die Einführung der Vier-Tage-Woche für Ganztagskräfte hat man erreicht, dass der Krankheitsausfall auf ein Minimum reduziert werden konnte. Durch dieses Entgegenkommen ihres Chefs sind die Angestellten gerne auch einmal bereit, anfallende Zusatzarbeiten zu erledigen, wobei ein Zeitguthaben dann durch Freizeit ausgeglichen werden kann. Weitere Pluspunkte sind Urlaub zu familienfreundlichen Zeiten, die kostenlose Teilnahme an Seminaren und Weiterbildungen und die innerbetriebliche Gesundheitsföderung der eigenen Mitarbeiter. Alexander Reichl verwies nicht ohne Stolz darauf, dass er als Inhaber eines Kleinbetriebes und trotz freiberuflicher Tätigkeit im Gesundheitsdienst diese Innovation durchgeführt hat und setzt auch weiterhin auf das Erfolgsrezept “Motivation”.
Landrat Albert Löhner hatte in seinem Arbeitszimmer die Ehre, ihm die von Barbara Stamm unterzeichnete Urkunde zu überreichen.