Es gibt eine Vererbung jenseits der Gene – die Epigenetik

Es gibt eine Vererbung  jenseits der Gene – die Epigenetik

Ein Gastbeitrag von Christa Liesz, Heilpraktikerin

Unsere Gesundheit steht im engen Zusammenhang mit unserer Ernährung und unserem Lebensstil.

 Wenn wir Epigenetikdenken, dass unsere Gene über uns bestimmen, ist diese Denkweise nicht mehr aktuell; denn auch WIR bestimmen über unsere Gene. Wir können Einfluss nehmen über die sogenannte Epigenetik.

Umweltfaktoren und Lebensgewohnheiten entscheiden mit darüber, wie unsere Gesundheit sich entwickeln kann, welche Prägungen wir an unsere Nachkommen weitergeben. Vererbung ist das Ergebnis einer komplexen Wechselbeziehung zwischen genetischen und er-/gelebten Informationen – dieses auch auf der psychischen Ebene – sind wir z. B. eher ein ängstlicher Typ oder eher ein Draufgänger.

Gene können ein- und ausgeknipst werden durch die Epigenetik.

Besonders während der Embryogenese (Entwicklung des Embryos im Mutterleib), jedoch auch später im Leben, findet immer wieder über biochemische Einflüsse eine Reorganisation der Aktivierungs- und Deaktivierungsmuster an der Erbsubstanz (unseren Genen) statt.

Entscheidende Einflüsse in unserem gelebten Alltag sind:

  • Ernährung
  • Stress
  • Gifte
  • Umwelt
  • Verhalten
  • Bewegung
  • sozialer Kontext

Über diese Faktoren beeinflussen unsere Vorfahren unser Leben heute und wir wiederum das Leben unserer Kinder und Enkelkinder morgen.

Das entscheidend wichtige Wort ist Einfluss!! Ja, wir können Einfluss nehmen auf unsere Gesundheit und! auf die Gesundheit unserer Kinder (Kindeskinder). Das kann ein wertvolles Erbe sein. Wie wertvoll, liegt mit in unserer Hand (unserem Mund, unserem Darm, etc.).

In der Forschung beschäftigt sich die Nutrigenetik – Beziehung zwischen Ernährung und Genetik – mit diesem Thema.

 Dabei wurde u.a. festgestellt, dass der stärkste Lieferant von positiv aktivierenden epigenetischen Substanzen über die Nahrungskette die Sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind (ca. über 300.000).

 Unerforschte Vielfalt

Bei mehr als 250.000 höheren Pflanzen auf der Erde ist anzunehmen, dass es mindestens genauso viele sekundäre Pflanzenstoffe gibt. Bislang wurden etwa 80.000 davon identifiziert. In der menschlichen Nahrung werden 5.000 bis 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe vermutet, da der weltweite Kalorienbedarf zu 90 Prozent durch den Verzehr von etwa 30 Pflanzen gedeckt wird. weiterlesen