5 fundamentale Fehler, die deutschen Bloggern den Erfolg kosten

5 fundamentale Fehler, die deutschen Bloggern den Erfolg kosten.

Dies ist ein Blogartikel von Vladislav Melnik, der mir es wert schien, durch seine klaren Worten, hier als Gastbeitrag zu teilen.
http://www.affenblog.de/author/vladislav-melnik/

Wenn ich mir den Facebook- oder Twitter-Stream von vielen deutschsprachigen Bloggern anschaue, dann sehe ich eins:

Selbstpromotion.

Das schockiert mich. Ich bin wirklich erstaunt, wie wenig sich gegenseitig geholfen wird.

Ich bin viel im englischsprachigen Raum unterwegs und merke einen großen Unterschied.

Und nicht nur ich merke das. Ich habe mich mit einigen deutschen Bloggern unterhalten und alle stimmen mir zu:

In der deutschen Blogosphäre kümmert sich jeder nur um sich.

Das hat nur einen Haken: Der gesamte Sinn des Bloggens geht verloren!

Denn Bloggen ist ein soziales Medium. Und sozial heißt immer miteinander.

Aber schauen wir uns die fünf Fehler genauer an.

1. Du lebst keine Kultur von Geben und Nehmen

Du tust etwas für mich, ich tue etwas für dich.

Dieses soziale Prinzip ist fest in unserer DNA verankert. Man nennt das auch das Gesetz der Reziprozität.

Und ich wette mit dir, deine Eltern haben dir das so beigebracht. Nur vergessen wir deutschen Blogger das irgendwie gerne.

Das Sprichwort ist alt und ausgelutscht. Dennoch ist es wahr: Eine Hand wäscht die andere. Egal ob du es grundsätzlich für richtig oder falsch hältst. Du musst es einfach verinnerlichen und akzeptieren. Die Welt funktioniert so.

Und da ist auch nichts Schlimmes dran.

Letztens war ich mit meinem guten Kumpel Vitali, der selbstständiger Finanzberater ist, essen. Er bezahlte.

Gleich danach ging es in eine bar und wir kippten uns ein paar Bananenweizen. (Jep, Bananen sind Hauptbestandteil meiner Ernährung.)

Und rate mal, wer hat sich angestellt, die Rechnung für die Weizen zu übernehmen? Ich.

Ich wollte es so. Ich hatte das „psychologische Bedürfnis“, ihm etwas zurückzugeben.

So ein Miteinander ist einfach harmonisch. So soll das Leben aussehen. Nicht anders.

Wie sieht’s da bei dir aus?

2. Du kommentierst nicht auf anderen Blogs

Damit du jetzt anfängst, eine Kultur von Geben und Nehmen zu leben, solltest du auf anderen Blogs in deiner Nische kommentieren.

Das ist der erste, einfachste und schnellste Schritt, um eine Beziehung zu einem Blogger aufzubauen.

Jeder Blogger freut sich über ein konstruktives Kommentar.

Ein gutes Beispiel ist hier Mark Maslow von MarathonFitness. Er kommentiert hier öfter im affenblog, obwohl es ihm nichts bringt. Er ist in einer ganz anderen Nische unterwegs.

Aber er ist ein cooler Typ und ein smarter Blogger. Wir masterminden monatlich. Und sein Kommentar ist einfach ein kleines Lebenszeichen, dass die Freundschaft erhält.

Ich selbst habe 2012 als totaler Nobody angefangen und mir mithilfe von Kommentaren eine Beziehung zu fast jedem Blogger in meiner Nische aufgebaut.

Aber das Kommentieren bringt nicht nur langfristig etwas.

Kurzfristig bekommst du auch die perfekten Besucher, die wiederum zu Abonnenten und Kunden werden.

Ein klares Win-win für alle.

3. Du teilst nicht die Inhalte von anderen Bloggern

Warum teilen viele deutsche Blogger nicht die Inhalte von anderen Bloggern in ihrer Nische?

Weil jeder nur für sich kämpft … und das große Ganze nicht sieht.

Nur leider ist das genau der falsche Weg. So baust du dir kein Publikum auf.

TA McCann hat dafür eine einfache 5-3-2-Regel fürs Social Sharing erschaffen:

5 fremde Inhalte. 3 eigene Inhalte. 2 persönliche Inhalte.

Du brauchst für deine Social-Media-Profile Inhalte. Du wirst kaum die Kapazitäten haben, nur eigene Inhalte zu veröffentlichen. Und auch wenn: Bloggen ist ein Miteinander! Warum teilst du dann nicht die Inhalte von anderen?

Dadurch hast du noch weitere Vorteile: Du wirst du als unabhängige Autorität in deiner Nische wahrgenommen. Und nicht als egozentrischer Laberkopf.

Natürlich habe ich dazu auch eine passende Anekdote. Ich habe mich mal bei Katharina Lewald von Bloggen für schlaue Frauen für das Teilen meiner Inhalte bedankt.

Was denkst du? Was hat sie geantwortet?

Ich muss dir danken! Ich baue ein Publikum mit deinen Inhalten!

Katharina hat’s verstanden.

Wie sieht’s da bei dir aus?

4. Du verlinkst nicht die Inhalte von anderen Bloggern

Ich verlinke regelmäßig zu anderen Bloggern in und auch außerhalb meiner Nische.

Ich schreibe sogar Artikel, die im Kern nichts anderes machen, als dir Mehrwert zu liefern und andere Blogger zu promoten (und währenddessen selbst Aufmerksamkeit bekommen).

Das Problem ist einfach, wenn du nicht nach draußen verlinkst, dann hast du keinen Dialog. Und warte mal, ging es beim Bloggen nicht immer um einen Dialog?

Das Verlinken sind wie kleine Geschenke. Jeder freut sich darüber. Und langfristig wirkt sich das auch auf deine Google-Rankings aus. Warum sich also nicht gegenseitig beschenken? Ja, warum nicht?

Gegenseitiges Verlinken gehört zur Blogging-Etikette. Bitte halte dich daran.

5. Du schreibst keine Gastbeiträge für andere Blogger

Gastbeiträge sind ein schneller und einfacher Weg, um Aufmerksamkeit und Bekanntheit zu bekommen.

Das hat auch viel mit meiner 50/50-Regel zum Thema Blogartikel-Promotion zu tun:

50% Erstellen. 50% Promoten.

Aber Gastbeiträge zu schreiben ist eine hohe Kunst. Je nach Blog haben die Inhalte einen hohen Anspruch. Und diesen musst du erst mal gerecht werden.

Ich musste auch schon einige Male Gastbeiträge ablehnen, weil sie dem Qualitätsanspruch des affenblogs einfach nicht gerecht wurden.

Natürlich erreichen wir noch nicht die Ausmaße wie in den Staaten. Dort kannst du einen Gastbeitrag schreiben und bekommst neue Abonnenten in dreistelliger Höhe. Hier im deutschsprachigen Raum sind es momentan leider nur zweistellig.

Aber rumheulen nützt nichts.

Wir deutschen Blogger müssen uns am Riemen reißen. Einfach weitermachen. Und die gleichen Verhältnisse aufbauen.

Punkt.

Ein wunderbares Vorzeigebeispiel ist mein Blog-Kollege Walter Epp von Schreibsuchti. Er ist mächtig aktiv, was das Gastbeiträge schreiben angeht und baut sich damit ein schnell wachsendes Publikum auf.

Interessant ist auch, dass er einen der beliebtesten Artikel hier im affenblog geschrieben hat. Dieser bringt ihm dauerhaft neue Besucher und Abonnenten. Bringt also was, das Gastbeiträge schreiben, oder?

Egal wo du hinschaust. Walter scheint überall zu sein.

Wie sieht’s da bei dir aus?

Fazit

Bitte lieber deutscher Blogger, wirf deine Ego-Gedanken über Bord.

Schreibe Gastbeiträge für andere Blogger. Verlinke, teile und kommentiere ihre Inhalte. Lebe eine Kultur von Geben und Nehmen.

Denn ein kleines Geheimnis habe ich dir noch nicht verraten: Dein Leser ist nicht dumm. Dein Leser liest auch den Blog deines Mitbewerbers.

Er kauft nicht nur deine Produkte, sondern auch die deines Mitbewerbers, wenn sie sich unterscheiden. Und sogar auch dann, wenn sie sich nicht unterscheiden.

Am Ende des Tages entscheidet dein Leser. Er sortiert das Angebot. Nicht du.

Deshalb träume ich davon, dass wenn ich durch den Facebook- oder Twitter-Stream von deutschen Bloggern scanne, ich eins sehe:

Geben und Nehmen.

Bitte lass diesen Traum wahr werden. Wir alle haben etwas davon.

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